5.3.02 Besonderes Vorkommnis Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten 9 x aufgerufen Autoren Ziel und Zweck Benachrichtigung des Geschäftsführers, der Mitglieder des Direktoriums und der Klinikdirektoren über Besondere Vorkommnisse auf dem Gelände und im Betrieb des Krankenhauses. Die Benachrichtigung muss ohne Verzug auf dem beschriebenen Meldewege erfolgen, damit die Leitung geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen und eventuell die Öffentlichkeit informieren kann. DIN EN ISO 6.1, 10.2.1; JCI QPS.7; Anwendung Gesamtes Klinikum Beschreibung des Ablaufes Welche Vorkommnisse müssen noch berichtet werden? Für eine Reihe von besonderen Vorkommnissen bestehen bereits auf Grund gesetzlicher Vorgaben Melde- und Berichtspflichten. Hier wird auf entsprechende Regelungen verwiesen: Berichterstattung über schwerwiegende Unerwünschte Ereignisse (5.3.01) Ereignisse bei Bluttransfusionen Bericht zum Strahlenschutz Besondere Vorkommnisse nach MPBetreibV (5.3.03) Arbeitsunfälle Unfälle mit biologischen Gefahrstoffen Gefährdung der Biologischen Sicherheit im Zusammenhang mit gentechnischen Arbeiten Infektionsschutzgesetz Arzneimittelnebenwirkungen Gefahrstoffverordnung Diese Ereignissen müssen für gewöhnlich nicht noch einmal als „Besonderes Vorkommnis“ gemeldet werden. In einem besonders schwerwiegenden Fall oder wenn weitere Folgen befürchtet werden, kann eine weitere Benachrichtigung trotzdem erforderlich sein. In der Regel dürfte die nachrichtlich an den Ärztlichen Direktor weitergereichte Meldung ausreichen. Meldeweg Mitarbeiter/in stellt besonderes Vorkommnis fest. Mitarbeiter/in informiert sofort Vorgesetzte/n oder Vertreter/in im Amt. Sind Sofortmaßnahmen nötig und schließen sie eine sofortige Meldung aus, gehen die Sofortmaßnahmen vor. Vorgesetzte/r oder Mitarbeiter ergreift weitere Maßnahmen und informiert weitere Personen (z.B. Polizei, Feuerwehr. evtl. weitere Meldung an den Geschäftsführenden Direktor der Klinik, Instituts- oder Abteilungsleitung. Klinik-, Instituts- oder Abteilungsleiter informiert das für seinen Bereich zuständige Vorstandsmitglied oder – wenn nicht erreichbar – jedes andere Vorstandsmitglied. Sind die Vorstandmitglieder nicht erreichbar (insbesondere außerhalb der Dienstzeit) kann der Pförtner beauftragt werden, die Vorstandsmitglieder (Telefonnummern liegen beim Pförtner vor) zu erreichen. Vorstandsmitglied informiert bei Bedarf alle anderen Vorstandsmitglieder und ordnet erforderliche Maßnahmen an (Information weiterer Stellen wie Aufsichtsbehörde, Gesundheits- und Umweltamt, Hygiene Institut ). Vorgesetzte/r und Mitarbeiter/in erstellen nachträglich einen Bericht. Zuständigkeit, Qualifikation MeldungDurch jeden Mitarbeiter, so weit möglich über den eigenen VorgesetztenEntgegennahme der MeldungDurch das für den Geschäftsbereich zuständige Vorstandsmitglied, bei Nichterreichbarkeit anderes Mitglied des Vorstandes. Dokumentation Die Meldung soll bevorzugt schriftlich erfolgen. Die Meldung kann als Fax-Nachricht abgesetzt werden. Das Formular der Anlage 1 kann dafür verwandt werden. Bei Dringlichkeit oder Gefahr im Verzug kann die sofortige Meldung auch mündlich nötig sein. Zur eigenen Absicherung sollte eine schriftliche Meldung nachgereicht werden. Über den Ablauf und die vermuteten Gründe für das besondere Vorkommnis sollte – wenn angemessen – eine Notiz gefertigt werden. Hinweise und Anmerkungen Berichte zu Vorkommnissen müssen nur einmal abgegeben werden, unabhängig davon, ob sie als Ereignis unter der Behandlung auftraten (schwerwiegende unerwünschte Ereignisse) oder nach einer der genannten Verordnungen an Behörden gemeldet wurden oder unter den Begriff der „besonderen Vorkommnisse“ fallen. Mitgeltende Unterlagen MP SicherheitsplanverordnungInfektionsschutzgesetz Begriffe Anlage Meldebogen “Besonderes Vorkommnis”Herunterladen Beispiel für eine Liste der “Besonderen Vorkommnisse” in einer BehördeHerunterladen 5.3 Umgang mit Risiken und Chancen -Vorhergehend 5.3.01 Bericht über Unerwünschte Ereignisse Weiter -5.3 Umgang mit Risiken und Chancen 5.3.03 Vorkommnisse bei Medizinprodukten